Arbeitsplatten
Die Fläche, die
Sie täglich benutzen
Naturstein, Keramik, Quarz, Massivholz oder Laminat – jedes Material hat eine Stärke und eine Schwäche. Hier stehen beide. Stein und Keramik kommen bei uns von Strasser aus Oberösterreich.
Arbeitsplatten
Die Platte prägt den Alltag stärker als jede Front
Sie ist die einzige Fläche, die Sie täglich anfassen, beladen und putzen.
Fronten sieht man, Arbeitsplatten benutzt man. Auf ihr wird geschnitten, abgestellt, verschüttet und heiß abgesetzt. Sie entscheidet darüber, ob eine Küche nach fünf Jahren noch gut aussieht – und sie ist der Posten, bei dem sich der Preis am stärksten spreizt: Zwischen Laminat und Keramik liegt bei gleicher Länge schnell das Fünffache.
Deshalb lohnt es sich, hier genauer hinzusehen als bei der Farbe. Die richtige Frage ist nicht, welches Material das hochwertigste ist, sondern welches zu Ihrem Kochverhalten passt. Wer täglich scharf anbrät, braucht etwas anderes als jemand, der zweimal die Woche Nudeln kocht.
Alle Materialien liegen bei uns im Studio in Originalgröße auf. Eine Musterkachel in Handtellergröße sagt über eine drei Meter lange Platte wenig aus.
Zur Platte gehört der Ausschnitt: Spüle und Armatur entscheiden wir im selben Termin, weil beides nach dem Aufmaß gefräst wird.
- Keramik – hitze-, kratz- und säurefest, praktisch pflegefrei
- Naturstein – Granit, Gneis, Marmor: Unikat mit Charakter, je nach Stein imprägnieren
- Quarzit – härter als Granit, fast unempfindlich, im Preis oben
- Quarzkomposit – gleichmäßig, robust, große Farbauswahl
- Massivholz – warm, wird schöner, braucht Pflege
- Laminat – günstig, erstaunlich gut, Kanten beachten
- Stärke und Kante verändern die Wirkung mehr als die Farbe
Vergleich
Die Materialien nebeneinander
Ohne Beschönigung – jedes hat eine Schwäche, und die sollte man vorher kennen.
| Material | Hitze | Kratzer | Säure & Flecken | Pflege | Preisniveau |
|---|---|---|---|---|---|
| Keramik | Hervorragend | Sehr gut | Unempfindlich | Feucht abwischen | Hoch |
| Naturstein (Granit, Gneis) | Sehr gut | Gut bis sehr gut | Je nach Stein empfindlich | Imprägnieren | Mittel bis hoch |
| Quarzit | Sehr gut | Hervorragend | Weitgehend unempfindlich | Imprägnieren, selten | Hoch |
| Quarzkomposit | Gut, keine heißen Töpfe | Sehr gut | Gut | Feucht abwischen | Mittel bis hoch |
| Massivholz | Empfindlich | Empfindlich | Empfindlich | Ein- bis zweimal jährlich ölen | Mittel |
| Laminat | Mäßig | Gut | Gut | Feucht abwischen | Günstig |
Unser Steinpartner
Stein und Keramik kommen von Strasser aus Österreich
Aufmaß, Zuschnitt, Ausschnitte und Montage aus einer Hand – gefertigt im eigenen Werk in Steyr, Oberösterreich.
Eine Steinplatte verzeiht keinen Fehler. Der Ausschnitt für Spüle und Kochfeld sitzt oder er sitzt nicht, und nachbessern lässt sich an einem gebrannten oder gesägten Stück nichts mehr.
Deshalb arbeiten wir bei Stein und Keramik mit einem einzigen Hersteller statt mit wechselnden Steinmetzen. Strasser misst selbst auf, fertigt selbst und montiert selbst. Wenn etwas nicht passt, gibt es genau eine Adresse – und die liegt in Österreich, nicht hinter drei Zwischenhändlern.
Für Sie heißt das vor allem: Sie sehen die Platte, die Sie bekommen, vor dem Zuschnitt. Bei Naturstein ist jede Platte ein Unikat, und welcher Teil der Maserung in Ihrer Küche landet, ist keine Nebensache.
- Naturstein – Granit, Gneis und Quarzit, je nach Stein als Unikatplatte
- Keramik – von 12 bis über 100 Millimeter Stärke, Formate bis rund 3,1 × 1,4 Meter
- ST-ONE – der mineralische Werkstoff für durchgehende Flächen und Becken aus einem Stück
- Drei Oberflächen – poliert, satiniert und der matt-samtige Leather Look
- Aufmaß, Fertigung und Montage aus einer Hand, Werk in Steyr
Auswahl
Welcher Stein zu welcher Küche passt
Granit
Der Klassiker und in den meisten Fällen die vernünftigste Entscheidung. Hart, hitzefest, in dunklen Tönen fast unverwüstlich. Helle und stark geäderte Granite sind offenporiger und wollen alle ein bis zwei Jahre eine Imprägnierung.
Quarzit
Härter als Granit, deutlich dichter, gegenüber Säure und Flecken weitgehend unempfindlich – und optisch oft das, was Kunden eigentlich meinen, wenn sie „Marmor" sagen. Der Preis liegt am oberen Ende, dafür ist es der Stein, bei dem am wenigsten schiefgehen kann.
Gneis
In Tirol naheliegend und optisch ruhiger als viele Granite: feine, gerichtete Struktur statt großer Flecken. Robust im Alltag, angenehm unaufdringlich, wenn die Fronten bereits viel Farbe haben.
Marmor
Das schönste und das heikelste Material auf dieser Seite. Marmor ist weich und säureempfindlich – Zitrone, Rotwein und Essig hinterlassen matte Stellen, die bleiben. Wir planen ihn gern, aber nie ohne dieses Gespräch. Wer die Optik will und die Patina nicht, ist bei Quarzit oder Keramik in Marmoroptik besser aufgehoben.
Keramik
Technisch die pflegeleichteste Platte überhaupt: hitzefest, säurefest, porenfrei. In Stein- und Marmoroptik inzwischen so gut, dass der Unterschied erst aus der Nähe auffällt. Empfindlich ist sie nur an Kanten und Ausschnitten – genau deshalb wird sie im Werk und nicht auf der Baustelle geschnitten.
Welche Steine gerade lieferbar sind, ändert sich – Naturstein kommt in Blöcken, nicht in Serie. Im Studio liegen aktuelle Platten in Originalgröße auf, und was nicht da ist, sehen wir gemeinsam im Bestand des Werks an.
Im Detail
Was neben dem Material über das Ergebnis entscheidet
Spüle
Unterbau, flächenbündig oder aufgesetzt
Die Art, wie die Spüle in der Platte sitzt, sieht man jeden Tag und bemerkt man beim Putzen. Eine unterbaute Spüle hat keine Kante – Krümel wischt man direkt hinein. Flächenbündig liegt der Rand exakt auf einer Höhe mit der Platte, das ist die ruhigste Optik. Aufgesetzt ist am günstigsten, hat aber einen sichtbaren Rand, an dem sich Schmutz sammelt.
Unterbau und flächenbündig setzen eine Platte voraus, die Wasser verträgt – bei Laminat geht das nur eingeschränkt.
- Unterbaukeine Kante, bestes Putzverhalten
- Flächenbündigruhigste Optik, exakter Zuschnitt nötig
- Aufgesetztgünstig, sichtbarer Rand
- MaterialUnterbau nicht bei jeder Platte möglich
Stärke
12, 20 oder 40 Millimeter verändern alles
Dieselbe Platte wirkt in drei Stärken wie drei verschiedene Küchen. 12 Millimeter lassen die Küche leicht und modern wirken, fast wie ein Blatt Papier. 40 Millimeter geben ihr Gewicht und Ruhe. 20 Millimeter sind der Mittelweg, der fast überall funktioniert.
Bei Inseln kommt die Seitenwange dazu: Zieht man das Material an der Seite bis zum Boden, wirkt die Insel wie aus einem Block. Das ist ein starker Effekt – und ein deutlicher Aufpreis, weil mehr Material und mehr Zuschnitt nötig sind.
- 12 mmleicht, modern, technisch anspruchsvoll
- 20 mmder unauffällige Mittelweg
- 40 mmmassiv, ruhig, klassisch
- Seitenwangebodentief für den Monolith-Effekt
Nische
Was hinter der Platte an die Wand kommt
Die Nischenrückwand zwischen Arbeitsplatte und Oberschränken ist der Teil, an dem Fett landet. Wird sie aus demselben Material wie die Platte gemacht, wirkt die Küche wie aus einem Guss – und kostet spürbar mehr. Glas ist günstiger, pflegeleicht und in jeder Farbe möglich. Laminat in Plattenoptik ist die sparsamste Lösung und sieht besser aus, als der Preis vermuten lässt.
Fliesen raten wir nur, wenn sie gestalterisch gewollt sind – die Fugen sind der Teil, den man später bereut.
- DurchgehendPlattenmaterial, teuerste und ruhigste Lösung
- Glaspflegeleicht, jede Farbe, hinterleuchtbar
- Laminatgünstig, in Plattenoptik erhältlich
- Fliesennur wenn gewollt – Fugen bleiben Fugen
Pflege
Was jedes Material im Alltag von Ihnen verlangt
Keramik und Quarz
Feucht abwischen genügt. Bei Quarzkomposit keine heißen Töpfe direkt abstellen – Untersetzer verwenden.
Naturstein und Quarzit
Je nach Stein alle ein bis zwei Jahre imprägnieren, bei Quarzit deutlich seltener. Rotwein, Zitrone und Öl nicht stehen lassen – bei Marmor keine Minute.
Massivholz
Ein- bis zweimal jährlich ölen, in den ersten Monaten öfter. Kein stehendes Wasser, besonders rund um die Spüle.
Häufige Fragen
Fragen zu diesem Thema
Welche Arbeitsplatte ist die unempfindlichste?
Keramik. Sie ist hitzefest, säurefest und schnittfest – eine heiße Pfanne darauf abzustellen ist kein Problem. Empfindlich ist sie nur gegenüber punktuellen Schlägen an Kanten und Ausschnitten, weshalb der Zuschnitt exakt geplant sein muss.
Muss ich eine Holzarbeitsplatte wirklich ölen?
Ja, bei geölten Massivholzplatten ein- bis zweimal jährlich, in den ersten Monaten öfter. Der Aufwand ist überschaubar, gehört aber dazu. Wer das nicht möchte, bekommt mit Keramik in warmer Holz- oder Steinoptik eine pflegefreie Alternative.
Kann ich auf Quarzkomposit heiße Töpfe abstellen?
Besser nicht. Quarzkomposit enthält Kunstharz, das bei punktueller Hitze Schaden nehmen kann. Verwenden Sie Untersetzer. Bei Keramik und den meisten Natursteinen ist das kein Thema.
Wie viel teurer ist Keramik als Laminat?
Bei gleicher Länge liegt Keramik schnell beim Fünffachen. Das ist einer der größten Hebel im Küchenbudget – und einer der wenigen, bei denen der Aufpreis über die Jahre tatsächlich sichtbar bleibt.
Woher kommen Ihre Stein- und Keramikplatten?
Von Strasser aus Steyr in Oberösterreich. Aufmaß, Zuschnitt und Montage macht der Hersteller selbst, wir koordinieren den Termin. Das ist der Grund, warum wir bei Stein keine Angebote „auf Verdacht" schreiben: Die Platte wird nach dem Aufmaß gefertigt, nicht nach dem Plan.
Was ist der Unterschied zwischen Quarzit und Quarzkomposit?
Quarzit ist ein Naturstein, Quarzkomposit ist gemahlener Quarz mit Kunstharz. Quarzit ist härter, hitzefester und teurer, dafür jede Platte ein Unikat. Quarzkomposit ist gleichmäßig in Farbe und Struktur, günstiger – verträgt aber keine heißen Töpfe direkt.
Kann ich Marmor in der Küche verwenden?
Ja, aber mit offenen Augen. Marmor ist säureempfindlich: Zitrone, Essig und Rotwein hinterlassen matte Stellen, die sich nicht wegputzen lassen. Wer damit leben kann, bekommt das schönste Material. Wer nicht, nimmt Quarzit oder Keramik in Marmoroptik.
Was bringt eine bodentiefe Seitenwange?
Sie lässt eine Insel wie aus einem Block wirken, weil das Plattenmaterial an der Seite bis zum Boden gezogen wird. Optisch ist das der stärkste Effekt, den man mit einer Arbeitsplatte erzielen kann – er kostet allerdings deutlich mehr Material und Zuschnitt.
Kann ich Materialien in einer Küche mischen?
Sehr gerne sogar. Ein häufiger und guter Weg: Keramik oder Naturstein an der Arbeitszeile, wo geschnitten und gekocht wird, und Massivholz auf der Insel oder am Tresen, wo man sitzt. Robustheit dort, wo gearbeitet wird, Wärme dort, wo gelebt wird.
Nächster Schritt
Reden wir über Ihre Küche
Beratung und 3D-Planung sind kostenlos und unverbindlich, das Aufmaß ist im Auftrag enthalten. Kommen Sie ins Studio am Bleichenweg beim DEZ – oder rufen Sie einfach an.